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Irans Präsident wirbt für Einheit der Muslime gegen USA

24.11.2018 15:45 Uhr

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die islamischen Staaten aufgerufen, sich vereint den USA entgegenzustemmen.

Dabei bezeichnete er Israel als "Krebsgeschwür". "Eine der schlimmsten Folgen des Zweiten Weltkrieges war die Gründung eines illegitimen Regime namens Israel und damit die Entstehung eines Krebsgeschwürs im Nahen Osten", sagte Ruhani bei der Konferenz zur Islamischen Einheit in Teheran.

Schlimmer noch sei es, dass für die USA einzig die Sicherheit Israels zähle und alles andere egal sei. Israel werde daher alles erlaubt, vor allem schreckliche Verbrechen gegen das palästinensische Volk, sagte Ruhani. Das Motto der bis Montag laufenden Konferenz lautet "Kuds (Jerusalem), Achse der Einheit der islamischen Gemeinschaft".

"Unser Streit mit den USA besteht darin, dass sie wollen, dass die Welt amerikanisch denkt, amerikanische Werte achtet, aber wir sagen, dass alle Menschen frei sind", sagte Ruhani. "Sie sagen, ihren Interessen solle immer entsprochen werden, und wir sagen, dass die Rüpel der Welt unseren Weg nicht bestimmen."

Israel ist für den Iran der Erzfeind Nummer eins und die Befreiung Palästinas sind seit fast 40 Jahren die außenpolitische Doktrin der Teheraner Führung. Offiziell ist diese Feindseligkeit nur politisch und gegen die israelische Regierung gerichtet, doch viele Aussagen iranischer Politiker und Kleriker werden auch als antisemitisch wahrgenommen. Militärisch ist der Iran zunehmend in der Lage, die überlegene Atommacht Israel mit Mittelstreckenraketen zu bedrohen.

(be/dpa)