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Irans Außenminister lästert über Donald Trump

21.11.2018 10:13 Uhr

Vor dem Hintergrund der Tötung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi hat sich der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif ironisch über die Erklärung von US-Präsident Donald Trump zur Partnerschaft mit Riad geäußert.

"Bizarrerweise nutzt Herr Trump den ersten Absatz seiner beschämenden Erklärung zu saudischen Gräueltaten dazu, den Iran jeglicher Art von Vergehen zu beschuldigen, die ihm einfallen", schrieb Sarif am späten Dienstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Tatsächlich hatte Trump seine Erklärung zu Saudi-Arabien mit einer Reihe von Anschuldigungen gegen den Iran eröffnet. Dies nutzte er dazu, seine anhaltende Unterstützung des saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zu rechtfertigen.

"Vielleicht sind wir auch für die Brände in Kalifornien verantwortlich, weil wir nicht geholfen haben, die Wälder zu harken", schrieb Sarif weiter. Damit bezog er sich auf jüngste Äußerungen Trumps, wonach die verheerenden Waldbrände mit "mehr Harken und Reinigen" hätten verhindert werden können.

Trump stellt sich weiter gegen zunehmende Indizien auch seiner eigenen Geheimdienste, wonach die saudi-arabische Regierung in die Tötung Khashoggis verwickelt ist. "Es ist sehr gut möglich, dass der Kronprinz Kenntnis von diesem tragischen Ereignis hatte", erklärte Trump. "Vielleicht hatte er dies und vielleicht auch nicht!" Womöglich würden "all die Fakten" zu Khashoggis Tod nie bekannt.

(an/afp)