epa/Hasan Shirvani

Iranischer Botschafter schließt Tausch aus

30.7.2019 11:43 Uhr

Auch der Iran hat in der Tankerkrise mit Großbritannien kein Interesse an an einem Austausch der beiden festgesetzten Schiffe. "Großbritannien hat ein Schiff mit iranischem Öl an Bord illegal festgesetzt, der britische Tanker aber wurde wegen Sicherheitsverstößen in der Straße von Hormus beschlagnahmt", twitterte Hamid Baeidinedschad am Dienstag.

Daher könne es auch keinen Austausch der Schiffe geben, so der Botschafter.

Beide Seiten sprechen von "Piraterie"

Präsident Hassan Ruhani hatte jedoch zweimal angedeutet - auch in einem Schreiben an Premierminister Boris Johnson -, dass der Streit über einen Austausch der beiden Schiffe gelöst werden könne. Der britische Außenminister Dominic Raab schloss am Montag aber einen solchen Austausch aus.

Großbritannien hatte am 4. Juli in Gibraltar den Tanker "Grace1" mit der Begründung festgesetzt, er habe iranisches Erdöl für Syrien an Bord und damit gegen EU-Sanktionen verstoßen. Der Iran bestreitet das. Am 19. Juli stoppten die iranischen Revolutionsgarden in der Straße von Hormus den britischen Öltanker "Stena Impero". Zur Begründung hieß es, das Schiff habe internationale Regeln der Seefahrt nicht eingehalten, sein GPS-System ausgeschaltet und umweltschädigende Materialien an Bord. Beide Seiten sprachen von "Piraterie".

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