Hürriyet

Iranische Anti-Hijab-Aktivistin in der Türkei freigelassen

10.9.2020 17:10 Uhr

Die Aktivistin Maryam Shariatmadari floh 2018 aus dem Iran, nachdem sie mit einer Gruppe von Frauen wegen ihrer lautstarken Kritik am Hijab-Mandat zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war.

Shariatmadari wurde bereits zweimal in der Islamischen Republik Iran verhaftet, da sie ihren Hijab an öffentlichen Orten entfernt hatte. Sie wurde als eine der führenden Anti-Hijab-Aktivisten des Landes bekannt.

Nachdem Shariatmadari ihr Land verlassen hatte, begann sie in der westlichen türkischen Provinz Denizli zu leben. Später wurde sie jedoch während einer Polizeikontrolle am 7. September festgenommen, da ihr Visum für den Aufenthalt im Land abgelaufen sei. Folglich wurde sie den Beamten der Migrationsbehörde zur Abschiebung übergeben.

Shariatmadaris Leben sei in Gefahr

Shariatmadaris Freunde sowie weitere Aktivistinnen kündigten auf Twitter an, dass das Leben der Aktivistin im Iran in Gefahr sein könnte, wenn sie abgeschoben werden würde.

Die Nationale Union für Demokratie im Iran (NUFDI), eine in Washington ansässige Aktivistengruppe, berichtete des Weiteren in einem Tweet, dass Shariatmadari bei einer Abschiebung zurück in den Iran Folter und der Todesstrafe ausgesetzt sein könnte.

Unterstützung durch Social-Media

Nach einer weit verbreiteten Social-Media-Kampagne griff die Anwaltskammer Denizli während der Haft der Aktivistin ein und stellte fest, dass sie eine einmonatige Nachfrist haben würde, um das Land im Falle des Ablaufs des Visums zu verlassen. Die Aktivistin wurde darauffolgend von den Beamten freigelassen.

(gi)

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