dpa

Iran will Hormus-Friedensplan vorstellen

22.9.2019 12:25 Uhr

Am Montag beginnt die UN-Vollversammlung in New York. Dort möchte der iranische Präsident Hassan Ruhani seinen Friedensplan für die Straße von Hormus vorlegen.

«Mit der Initiative "Koalition der Hoffnung" wollen wir bei den UN einen Friedensplan für den Persischen Golf und die Straße von Hormus präsentieren», sagte Ruhani am Sonntag bei einer Militärparade in Teheran. Darin will der Iran mit einer Koalition der Golfstaaten und ohne ausländische Schutzmächte für die Sicherheit der Schifffahrt im Persischen Golf sorgen.

«Die Einmischung von außen ist für den Persischen Golf problematisch und gefährlich», sagte Ruhani. Die Frage solle nur regional geregelt werden. Dafür sei der Iran bereit, alle Differenzen mit den Golfstaaten auszuräumen. Teheran wolle Freundschaft und Bruderschaft mit allen Staaten der Region und «strecke hiermit auch seine Hand aus», sagte der Präsident, dessen Rede in New York für Mittwoch geplant ist.

Konflikt zwischen den USA und dem Iran

Der Persische Golf und besonders die Straße von Hormus, durch die fast ein Drittel der weltweiten Ölexporte verschifft wird, sind in den vergangenen Monaten verstärkt in den Fokus geraten. Hintergrund ist der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Insbesondere geht es um die von US-Präsident Donald Trump verhängten Sanktionen gegen Irans Ölexport - die Haupteinnahmequelle des Landes.

«Falls eines Tages die USA wirklich den iranischen Ölexport blockieren sollten, dann wird überhaupt kein Öl mehr am Persischen Golf exportiert», hatte Ruhani im vergangenen Jahr gesagt und indirekt mit einer Blockade der Straße von Hormus gedroht. Im Juli dieses Jahres beschlagnahmte der Iran einen britischen Öltanker im Golf, der immer noch nicht freigegeben wurde. Zuletzt kam es auch vermehrt zu Zwischenfällen. Seitdem gibt es heftige Diskussionen um die Bildung einer internationalen Militärmission für die sichere Schifffahrt am Persischen Golf sowie gegen Irans militärischen Einfluss. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region verstärkt.

(be/dpa)

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