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Iran steckt hinter Angriffen auf Handelsschiffe

29.5.2019 17:39 Uhr

Hinter dem Angriff auf vier Handelsschiffe vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sieht der amerikanische Sicherheitsberater John Bolton den Iran. Hinter den Angriffen mit Seeminen stecke "fast sicher" der Iran, sagte Bolton am Mittwoch bei einem Besuch im Emirat Abu Dhabi, wie die lokale Nachrichtenseite "The National" meldete. Beweise für seine Anschuldigung legte er dem Bericht zufolge nicht vor.

"Das sind lächerlichen Behauptungen, die wir kategorisch zurückweisen", sagte Außenamtssprecher Abbas Mussawi am Mittwoch. Der Iran erwarte aber von Bolton und seinem Team "nichts anderes, als solche grundlosen Unterstellungen zu verbreiten".

Die VAE hatten vor mehr als zwei Wochen Sabotageakte gegen vier Handelsschiffe aus verschiedenen Länder im Golf von Oman gemeldet und von "staatsfeindlichen Operationen" gesprochen. Nach saudi-arabischen Angaben wurden zwei Tanker des Landes schwer beschädigt. Die genauen Umstände blieben jedoch genauso unklar wie die Verantwortlichen.

Angriff auf saudischen Ölhafen Janbu, so Bolton

Bolton erklärte dem Berichte zufolge weiter, es habe zudem einen Angriff auf den saudischen Ölhafen Janbu gegeben. Dort endet eine der wichtigsten Ölpipelines des Landes, die vor rund zwei Wochen von Jemens Huthi-Rebellen mit einer Drohne angegriffen worden war. Das sunnitische Saudi-Arabien sieht in den Huthis einen Verbündeten des schiitischen Irans und machte Teheran für den Angriff verantwortlich.

Die USA und Saudi-Arabien hatten in den vergangenen Wochen ihren Ton gegenüber dem Iran massiv verschärft. Washington entsandte zudem einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten. Saudi-Arabien hat für Donnerstag zu einem Gipfeltreffen arabischer und islamischer Länder in Mekka geladen, bei dem über die "Aggressionen" in der Region gesprochen werden soll.

(an/dpa)