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Iran: Oberster Führer nennt US-Minister "erstklassige Idioten"

9.1.2019 13:22 Uhr

Als "erstklassige Idioten" hat der Oberste Führer des Irans die Ministerriege von US-Präsident Donald Trump bezeichnet. "Manche der derzeitigen amerikanischen Kabinettsmitglieder erwecken den Eindruck, als wären sie verrückt - ich aber finde, dass die eher erstklassige Idioten sind", sagte Ali Chamenei am Mittwoch nach Angaben des Staatssenders IRIB in einer Rede in der Stadt Ghom.

Hintergrund sind die von den USA verhängten Sanktionen. Deshalb steckt der Iran seit Monaten in einer akuten Wirtschaftskrise. Die nationale Währung hat über 60 Prozent an Wert verloren, die Inflationsrate ist drastisch gestiegen.

Iran lässt sich nicht einschüchtern

Der Iran sollte sich auch von den jüngsten Sanktionen der USA nicht einschüchtern lassen, sagte der Ajatollah. Schon viele hätten in den vergangenen 40 Jahren geglaubt, dass sie die Islamische Republik stürzen könnten. Als Beispiel nannte er den ehemaligen irakischen Machthaber Saddam Hussein, der zu Beginn des Krieges gegen den Iran (1980-88) mithilfe der USA binnen einer Woche Teheran erreichen wollte. Weil diese Pläne alle gescheitert seien, versuchten die Amerikaner nun, die internationale Gemeinschaft gegen den Iran aufzuhetzen.

Nach Einschätzung von Beobachtern könnte sich die Wirtschaftskrise in den kommenden Monaten weiter verschlimmern - besonders falls die US-Sanktionen den Ölexport, die Haupteinnahmequelle des Landes, treffen sollten. Die gleichen Beobachter sind der Auffassung, dass eine Lösung nur über diplomatische Kanäle machbar sei. Chamenei, der laut Verfassung in allen strategischen Belangen das letzte Wort hat, ist strikt gegen jeglichen Kontakt mit Trump und seinen Ministern

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