AFP

Iran bestellt deutschen Geschäftsträger ein

5.1.2020 19:14 Uhr

Nachdem die USA den iranischen General Kassem Soleimani ausgeschaltet haben, eröffnet sich der Iran weitere Baustellen. Basierend auf "inakzeptablen Äußerungen", welche von "deutschen Vertretern" gemacht worden seien, wurde der deutsche Geschäftsträger im iranischen Außenministerium einbestellt. Im Gespräch, so der Iran, sei ein "vehementer Protest" durch Teheran verdeutlicht worden.

Einige deutsche Vertreter hätten nach der Tötung Soleimanis "falsche, gedankenlose und schädigende Äußerungen" getätigt, mit denen "Amerikas Terroranschlag im Irak unterstützt" worden sei. Die Äußerungen seien "einseitig und inakzeptabel".

Aussagen von Ulrike Demmer mutmaßlich ausschlaggebend

Das iranische Außenministerium bezog sich mutmaßlich auf Äußerungen der stellvertretenden Sprecherin der Bundesregierung, Ulrike Demmer, vom Freitag. Zwar hatten sie und andere Sprecher der Bundesregierung es auf Anfragen vermieden, den von US-Präsident Donald Trump angeordneten Angriff auf Soleimani zu bewerten. Demmer verwies allerdings auf vorherige "militärische Provokationen, für die der Iran die Verantwortung trägt".

In der Nacht zum Freitag waren Soleimani und der irakische Milizenführer Abu Mehdi al-Muhandis durch einen von Trump angeordneten US-Drohnenangriff in der Nähe des Bagdader Flughafens getötet worden. Soleimani war einer der einflussreichsten Militärs seines Landes und Anführer der gefürchteten Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden. Die Führung in Teheran kündigte "schwere Vergeltung" für den Tod des Generals an.

(afp)

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