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Iran: 20 Tote bei Selbstmordanschlag auf Revolutionsgarden

13.2.2019 17:57 Uhr

Mindestens 20 Menschen sind bei einem Anschlag auf einen Bus der Revolutionsgarden im Südosten des Irans getötet worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Mittwoch meldete, ereignete sich die Explosion auf einer Straße zwischen den Städten Chasch und Sahedan in der Provinz Sistan und Belutschistan.

Die Revolutionsgarden erklärten, die Truppen seien auf dem Rückweg von der Grenze gewesen, als ein mit Sprengstoff beladenes Auto neben ihrem Bus explodierte.

Regierung macht "vom Ausland unterstützte Terroristen" verantwortlich

In der mehrheitlich sunnitischen Grenzregion sind mehrere Rebellen- und Dschihadistengruppen aktiv, die immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte verüben. Die Bevölkerung des Iran ist zu 90 Prozent schiitisch, doch gibt es eine starke sunnitische Minderheit, die seit langem über Diskriminierung klagt.

Der Ort des Anschlages und der ausgebrannte Bus nach dem Selbstmordanschlag (Bild: Farsi News Agency).

Anfang Dezember waren in der südöstlichen Hafenstadt Tschabahar bei einem Anschlag auf die Polizei zwei Menschen getötet worden. Die Regierung machte damals "vom Ausland unterstützte Terroristen" verantwortlich. Teheran wirft Pakistan und Saudi-Arabien vor, die Dschihadisten in der Grenzregion zu unterstützen.

Der jüngste Anschlag ereignete sich zwei Tage nach dem 40. Jahrestag des Siegs der Islamischen Revolution 1979. Das Jubiläum war am Montag in Teheran und anderen Städten mit offiziellen Kundgebungen gefeiert worden. Der Anschlag erfolgte zudem, während in Warschau auf Initiative der USA Vertreter von 60 Staaten zu einer Konferenz zusammenkamen, um über die "destabilisierenden" Aktivitäten des Iran in der Region zu beraten.

(an/afp)