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iOS geknackt - und Apple hat keine Lösung

11.11.2019 11:28 Uhr

Wer ein Apple iPhone besitzt, kennt das: man darf nur Apps runterladen, die auch von Apple freigegeben worden sind. Für den Alltags-User ist das relativ egal, doch wer sein iPhone personalisieren möchte – beispielsweise durch Apps, die nicht durch Apple autorisiert wurden – konnte dies nicht tun, denn iOS ist ein geschlossenes System.

Mit einem sogenannten "Jailbreak" (Gefängnisausbruch) kann das iPhone jedoch "geöffnet" werden. Diese Veränderung des Betriebssystems sorgt dafür, dass man den vollen Zugriff auf das Datei-System und sogenannte "Root-Rechte" bekommt. Sprich: man kann eigene Apps installieren.

Unschließbare Sicherheitslücke

Um den Jailbreak durchzuführen, muss man zunächst ein Programm auf dem Mac installieren. Das Bekannteste davon ist Cydia, welches allerdings für einige Zeit eingestellt wurde. Mit dem neuesten Jailbreak kann die kostenlose Software allerdings wieder genutzt werden. Der Jailbreak heißt Checkra1n und nutzt die Sicherheitslücke Checkm8, kann allerdings nur vom iPhone 5s – iPhone X und Betriebssystem iOS 12.3 und höher genutzt werden.

Das Perfide daran: anders als vorherige Jailbreaks nutzt Checkmate eine Sicherheitslücke an der physischen Hardware. Das bedeutet, dass Apple dieses Exploit nicht durch ein Software-Update schließen kann.

Legale Grauzone

Wer einen solchen Jailbreak durchführt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er sich in einer rechtlichen Grauzone bewegt. Es gibt Gründe, warum iOS ein geschlossenes System ist – beispielsweise aus Sicherheitsgründen, denn dadurch ist das iPhone wesentlich schwerer zu knacken. Auch verliert man durch einen solchen Eingriff am Gerät jegliche Garantieansprüche.

(Berna Ehrhardt)

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