epa/Ambe Rogerio

Internationale Politiker sollen beraten

14.1.2020 22:48 Uhr

Indonesien hat bei der Planung seiner neuen Hauptstadt auf Borneo namhafte Berater aufgerufen. Zu dem internationalen Gremium würden unter anderem der Kronprinz der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Said Al Nahjan, und der ehemalige britische Premier Tony Blair hinzugezogen, wie der für Indonesiens Investitionen zuständige Minister Luhut Pandjaitan am Dienstag mitteilte.

Unter Bin Saids Leitung werde das Beratergremium den Bau der neuen Hauptstadt überwachen, hieß es.

Mitglied werde zudem Masayoshi Son, der Gründer des japanischen Technologiekonzerns Softbank, sein. Die indonesische Regierung hoffe, mithilfe des Gremiums das Vertrauen von Investoren zu gewinnen, sagte Pandjaitan weiter. Die Kosten für den Bau der neuen Hauptstadt werden auf umgerechnet bis zu 30 Milliarden Euro geschätzt.

Chronisches Verkehrschaos in Jarkarta

Indonesien will auf der Insel Borneo eine neue Hauptstadt aus dem Boden stampfen. Die aktuelle Hauptstadt Jakarta mit ihren mehr als zehn Millionen Einwohnern leidet unter chronischem Verkehrschaos. Im Großraum der Metropole leben sogar 30 Millionen Menschen. Außerdem droht die Stadt nach Berechnungen von Experten zu versinken: Rund 20 Prozent ihrer Fläche befinden sich demnach inzwischen unter dem Meeresspiegel.

Die neue Hauptstadt soll in einem Waldgebiet in der Nähe der Stadt Balikpapan im Osten Borneos entstehen. Präsident Joko Widodo hatte die Wahl des neuen Ortes mit dessen "strategischer Lage" begründet: Das Risiko von Überflutungen, Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüchen sei minimal. Mit dem Umzug von Parlament und Regierung aus Jakarta soll 2024 begonnen werden. Einen Namen hat die neue Hauptstadt noch nicht.

(an/dpa)

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