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Innenminister wollen alle Delikte von Gefährdern bundesweit speichern

30.11.2018 15:20 Uhr

Bei islamischen Gefährdern sollen in Zukunft sogar schon einfache Delikte von der Polizei und Sicherheitsbehörden gespeichert werden. Das haben die Innenminister auf ihrer Herbstkonferenz in Magdeburg am Freitag beschlossen, teilte ein Sprecher des baden-württembergischen Innenministeriums der dpa mit.

Damit soll die Sicherheit vor Anschlägen erhöht werden.

Eine Arbeitsgruppe mehrerer Länder und Sicherheitsbehörden hatte sich in den vergangenen Monaten mit dem Vorstoß des Südwest-Innenministers Thomas Strobl (CDU) befasst. Der Informationsaustausch zu Gefährdern soll damit schneller und besser werden.

Die Behörden müssten jede noch so unwichtige Information einer kriminellen Historie per Knopfdruck abrufen können, weil es helfen könnte, eine Terrorgefahr abzuwehren, hatte Strobl für seine Initiative geworben - auch mit Blick auf Straftaten wie Körperverletzungen, Diebstähle oder Einbrüche.

(an/dpa)