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Innenminister beschließen besseren Schutz von Schiedsrichtern

6.12.2019 22:22 Uhr

Immer wieder kam es in den letzten Wochen zu Übergriffen auf Schiedsrichter im Amateurfußball. Bei der Innenministerkonferenz wurde beschlossen, die Unparteiischen jetzt besser zu schützen.

"Die Gewalt auf dem Sportplatz nimmt zu. Wir bekommen Woche für Woche Meldungen über Ausschreitungen oder Übergriffe vor allem auf die
Schiedsrichter", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Caffier ist derzeit Sprecher der CDU/CSU-geführten Innenminister. An diesem Freitag soll die Konferenz der Innenminister (IMK) in Lübeck auf Betreiben Mecklenburg-Vorpommerns über eine
entsprechende Beschlussvorlage beraten.

Aggressivität im Amateurfußball unterschätzt

"Landesverbände und auch die Politik haben zulange die Aggressivität im Amateurfußball unterschätzt. Das muss sich jetzt ändern", begründete Caffier. Eine einfache Spielsperre reiche nicht aus. "Wer einen Schiedsrichter angreift, gehört bestraft", sagte er. "Wir dulden keine Gewalt bei Fußballspielen, weder unter den Fans noch gegenüber den Unparteiischen", bekräftigte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Bestehende Sicherheitskonzepte müssten
deshalb "konsequent angewendet und wo nötig verbessert werden".

Zuletzt hatten mehrere Fälle von Übergriffen gegen Referees in Amateurligen für Schlagzeilen gesorgt. In Berlin und im Saarland waren Unparteiische sogar in einen Streik getreten.

(be/dpa)

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