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Influencer teilen nicht ihr wahres Leben

8.5.2019 16:29 Uhr

Die Autorin Sophie Passmann warnte davor, bei Instagram zu viel Privates zu veröffentlichen. Früher habe es die Regel gegeben, dass man seine Handynummer nicht irgendwem geben sollte.

"Was ich für viel dramatischer halte, ist, seinen Instagram-Account jemandem zu nennen, den man nicht kennt", sagte Passmann am Mittwoch auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin.

Titel ihres Vortrags auf dem Jugendkongress Tincon: "Ich war ein Jahr ohne Pause im Internet und das habe ich gelernt". Wenn sie ein Ziel habe in den 20 Minuten, dann dass man anschließend darüber nachdenke, seinen Instagram-Account privat zu stellen.

Private Instagram-Accouns

Influencer zeigten im Internet nicht ihr wahres Leben öffentlich. Sie gucke auch gerne Outfit-Bilder von anderen an. "Aber denkt bitte in keiner Sekunde, wenn ihr im Internet seid, dass das das Privatleben der Leute ist. Das ist der Job von denen", sagte die Autorin ("Alte weiße Männer"). Viele Prominente hätten auch einen privaten Instagram-Account, das gelte auch für sie.

Eltern und soziale Medien

Eltern riet die Journalistin, Netzwerke selbst auszuprobieren. "Ich habe ehrlich gesagt wenig Verständnis für Eltern, die ihren Kindern Instagram verbieten, aber selber keine Story machen können." Man solle Kindern Fragen stellen und ihnen im Gegenzug beim Datenschutz helfen. Etwa dabei, wie man eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichtet, die den Zugang zu einem Account nochmal zusätzlich über eine SMS sichert.

(gi/dpa)