epa/Ali Weda

Indonesien schränkt Zugang zum Internet ein

22.5.2019 15:06 Uhr

Bei Ausschreitungen gegen den Wahlsieg von Präsident Joko Widodo sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Als Konseuqenz hat die Regierung nun den Zugang zum Internet eingeschränkt.

Sicherheitsminister Woranto kündigte am Mittwoch an: "Der Zugang zu sozialen Medien wird beschränkt, um zu verhindern, dass sich dort Falschnachrichten verbreiten." Zugleich warf er Anhängern des unterlegenen Gegenkandidaten Prabowo Suhanto vor, Chaos zu schaffen und Hass gegen die Regierung zu verbreiten.

Vorwurf der Wahlmanipulation

Bei Protesten gegen die Wiederwahl des amtierenden Staatschefs wurden nach Angaben der Behörden in der Hauptstadt Jakarta sechs Menschen getötet und mehr als 200 verletzt. Mindestens 20 Demonstranten, die die Menge angestachelt haben sollen, wurden festgenommen. Prabowo - ein nationalistischer Ex-General - wirft Joko vor, die Wahl Mitte April manipuliert zu haben. Von unabhängiger Seite gibt es für die Vorwürfe keine Bestätigung.

(an/dpa)