afp

Indonesien in Alarmbereitschaft: Sperrzone ausgeweitet

27.12.2018 9:52 Uhr

Die Gefahr in Indonesien scheint noch nicht vorüber. Die Behörden haben für den Anak Krakatoa Vulkan die Warnstufe erhöht und die Sperrzone von zwei auf fünf Kilometer ausgeweitet.

Die Anwohner wurden zudem aufgefordert, sich von der Küste fernzuhalten. Die Sorge ist groß, dass der zwischen den Inseln Java und Sumatra gelegene Vulkan erneut ausbrechen und weitere tödliche Flutwellen auslösen könnte.

Mindestens 430 Menschen getötet

Beim Ausbruch des Anak Krakatoa am vergangenen Samstag war ein Teil des Kraters abgebrochen und ins Meer gestürzt und hatte dabei einen verheerenden Tsunami ausgelöst. Die Flutwellen trafen im Süden Sumatras und im Westen Javas an Land, Küstenregionen und zahlreiche Urlauberstrände wurden verwüstet. Mindestens 430 Menschen kamen ums Leben, knapp 1500 Menschen wurden verletzt. 159 Menschen werden vermisst. Rund 22.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.Seit Mittwoch stößt der Vulkan erneut dicke Aschewolken aus, während Lawinen aus heißer Asche, Gasen und Gesteinstücken aus dem Krater flossen. Die Gefahr weiterer Eruptionen sei groß, warnte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho.

Zweithöchste Warnstufe ausgegeben

Die Behörden gaben die zweithöchste Warnstufe aus, alle Flüge über der Zone wurden umgeleitet. Die neuen pyroklastischen Ströme des Anak Krakatoa selbst stellten keine unmittelbare Gefahr dar, da sich die Vulkaninsel mitten in der Meerenge befindet. Bei den traumatisierten Küstenbewohnern, von denen die meisten in Notunterkünften ausharren müssen, löste die Erhöhung der Warnstufe jedoch erneute Ängste aus. Ihre Lage wurde durch sintflutartigen Regen weiter erschwert, der in einigen Gebieten für Überschwemmungen sorgte. Nach Angaben von Ärzten mangelt es bereits an sauberem Wasser und zunehmend auch an Medikamenten.

(be/afp)