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Indien: Zwei Frauen, die heiligen Tempel betreten haben, sollen geschützt werden

18.1.2019 16:31 Uhr

Nachdem zwei Frauen den heiligen Sabrimala-Tempel betreten haben, wurden sie mit dem Tode bedroht. Nun sollen sie rund um die Uhr Schutz durch die Polizei erhalten. Schließlich hatten die Beiden, nachdem ein Gericht den "Frauenbann" aufgehoben hatte, die hinduistische Wallfahrtsstätte betreten und damit heftige Proteste ausgelöst.

Das Oberste Gericht des Landes wies den Bundesstaat Kerala am Freitag an, die beiden Frauen zu schützen, wie deren Anwältin mitteilte. Die Frauen waren zuvor wiederholt bedroht worden.

Anfang Januar hatten die beiden Frauen in Begleitung von Polizisten den Sabarimala-Tempel besucht. Daraufhin war es im gesamten Staat zu Zusammenstößen mit konservativen Hindus gekommen. Die Wallfahrtsstätte zieht jedes Jahr Millionen Pilger an.

Jahrhundertealtes Verbot gekippt

Vorausgegangen war ein Urteil des Obersten Gerichtshofes im September 2018. Damit wurde ein jahrhundertealtes Verbot gekippt, wonach Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter die Pilgerstätte nicht betreten durften. Als Grund wurde angeführt, die Anwesenheit von Frauen gefährde das Zölibat der Tempelgottheit Ayappa. Seit der Aufhebung des Verbots kam es immer wieder zu Protesten.

Der Anwalt des Bundesstaates sagte laut dem Sender NDTV, Personenschutz für die beiden Frauen werde schon gestellt. Zudem hätten seit Aufhebung des Besuchsverbots im September bereits mehr als 50 Frauen den Tempel ohne Zwischenfälle betreten.

(be/dpa)

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