Symbolbild: imago images/ZUMA Press

Indien soll Streumunition gegen Zivilisten eingesetzt haben

3.8.2019 18:27 Uhr

In Kaschmir soll Indien Streumunition gegen Zivilisten eingesetzt haben, dass behauptet zumindest Pakistan. Die indische Armee habe in der Nacht zum Mittwoch im Neelum-Tal des von Pakistan beherrschten Teils von Kaschmir unschuldige Bürger mit Streumunition angegriffen, hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung der pakistanischen Armee.

Zwei Zivilisten, darunter ein vierjähriger Junge, seien getötet und elf Menschen bei dem Angriff schwer verletzt worden, hieß es in der Mitteilung weiter. Das indische Verteidigungsministerium äußerte sich zu den Anschuldigungen zunächst nicht.

Auch die Blindgänger sind gefährlich

Streumunition verteilt beim Einsatz viele kleinere Sprengsätze über größere Flächen. Was nicht explodiert, bleibt als Blindgänger liegen und kann noch Jahre später Menschen in Fetzen reißen, wenn es längst keine Kampfhandlungen mehr in dem Gebiet gibt.

Das Neelum-Tal liegt entlang der sogenannte Kontrolllinie, der faktischen Grenze zwischen den beiden Ländern im umstrittenen Kaschmir. Seitdem Britisch-Indien im Jahr 1947 unabhängig und in Indien und Pakistan geteilt wurde, streiten die beiden Länder um die Herrschaft über das Himalaya-Gebiet. Beide beherrschen jeweils einen Teil; ein weiterer Teil Kaschmirs gehört zu China. Indien wirft Pakistan vor, islamistische Kämpfer im indischen Teil zu unterstützen. Islamabad bestreitet dies.

(an/dpa)

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