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Indien: Brutale Gruppenvergewaltigung sorgt für Empörung

30.11.2019 17:38 Uhr

Vier Männer haben eine 27-jährige Tierärztin vergewaltigt, ermordet und verbrannt. Hunderte wütende Demonstranten versuchten die Verdächtigen aus der Polizeiwache zu holen.

Nur mit Mühe konnte die Polizei die Demonstranten von der Wache zurückdrängen, in der vier Männer unter dem Verdacht festgehalten wurden, eine 27-jährige Tierärztin vergewaltigt, ermordet und deren Leiche in Brand gesteckt zu haben. Die Beamten mussten Verstärkung anfordern.

Roller beschädigt und Hilfe angeboten

Die Männer sollen am vergangenen Mittwoch den Motorroller der jungen Frau beschädigt und ihr dann zum Schein Hilfe bei der Reparatur angeboten haben. Die 27-Jährige konnte gerade noch ihre jüngere Schwester alarmieren und ihr sagen, dass sie Angst habe, dann war ihr Handy ausgeschaltet. Einen Tag später fanden Polizisten die verbrannte Leiche der Tierärztin.

40.000 angezeigte Vergewaltigungen in Indien jährlich

Gewalt gegen Frauen ist in Indien weit verbreitet. Immer wieder kommt es zu schweren Übergriffen. Jährlich werden nach Behördenangaben rund 40.000 Vergewaltigungen angezeigt, doch dürfte die Dunkelziffer deutlich höher liegen. In einem Krankenhaus der Hauptstadt Neu Delhi erlag am Samstag eine 16-Jährige ihren schweren Verletzungen, nachdem sie zehn Tage zuvor von einem Nachbarn vergewaltigt und anschließend angezündet worden war.

(be/afp)

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