John Minchillo/AP/dpa

In Dayton sind neun Menschen erschossen worden

4.8.2019 12:03 Uhr

Zwei Shootings binnen weniger Stunden ist selbst in den USA eine eher ungewöhnliche Sache. Zuerst wurden mehr als 20 Menschen in El Paso getötet und kurz danach neun Personen in Dayton, Ohio. Beim zweiten Shooting tötete der Schütze wahllos Personen im Zentrum der Stadt, bevor er ausgeschaltet wurde, während der erste Mörder sich mit einem Schnellfeuergewehr eine Schneise des Schreckens durch einen Walmart schoss.

In Dayton im US-Bundesstaat Ohio hat ein Schütze neun Menschen getötet und mindestens 16 weitere verletzt. Das teilte die Polizei in der Nacht zum Sonntag mit. Der Schütze selbst sei zudem auch tot, hieß es weiter. Die Bundespolizei FBI ermittele ebenfalls vor Ort. Medienberichten zufolge fielen die Schüsse nahe einer Bar im Oregon District im Zentrum der Stadt.

El-Paso-Shooting erinnert wegen Manifest an Breivik

Über den Zustand der Verletzten könne man derzeit nichts sagen, sagte die Sprecherin eines Krankenhauses. Die Polizei rief mögliche Augenzeugen auf, sich zu melden und so die Ermittlungen zu unterstützen. Zu den möglichen Motiven des Täters und zu dessen Identität wurde zunächst nichts bekannt. Es handelt sich um den zweiten Vorfall dieser Art in den USA binnen nur 24 Stunden. Am Samstag hatte ein Schütze in einem Einkaufszentrum in der Grenzstadt El Paso im Bundesstaat Texas das Feuer eröffnet und mindestens 20 Menschen getötet. 26 weitere wurden verletzt. Der mutmaßliche Todesschütze ergab sich der Polizei.

Nach offiziellen Angaben handelt es sich um einen 21-jährigen Weißen. Die Polizei sagte, es gebe ein "Manifest", das womöglich auf ein Hassverbrechen schließen lasse. Es sei allerdings noch nicht bestätigt, ob die Kampfschrift tatsächlich von dem Verdächtigen stamme. In den USA kommt es immer wieder vor, dass in Einkaufszentren, an anderen öffentlichen Orten oder auch in Schulen Menschen durch Schüsse getötet werden. Bemühungen für schärfere Waffengesetze laufen seit Jahren ins Leere

Drittes Shooting in Chicago

Sieben Menschen sind durch Schüsse in Chicago im US-Bundesstaat Illinois verletzt worden. In der Nähe eines Parks wurde laut Polizei aus einem Auto heraus auf eine Gruppe Menschen geschossen. Ein 21-Jähriger habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Festnahmen gab es nicht. Bei zwei weiteren Vorfällen in Dayton im US-Bundesstaat Ohio und in der Grenzstadt El Paso in Texas waren in den letzten Stunden mehrere Menschen durch Schüsse getötet worden.

(ce/dpa)

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