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Immer mehr landen in unsicheren Jobs

18.6.2019 15:19 Uhr

Nach einer aktuellen Untersuchung finden Flüchtlinge in Deutschland zwar zunehmend den Weg in den Arbeitsmarkt - viele landen allerdings in unsicheren Jobs. Im Februar 2019 hatten nach einer am Dienstag vorgestellten Analyse der Denkfabrik Berlin-Institut zwar 95 000 Menschen aus den acht wichtigsten Herkunftsländern von Asylbewerbern und damit fast jeder Dritte eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gefunden.

Allerdings kam davon wiederum mehr als ein Drittel in der Leiharbeitsbranche unter. Viele fanden Arbeit im einfachen Dienstleistungsbereich wie Gebäudereinigung oder Gastgewerbe. Häufig gelingt der Sprung in eine reguläre Beschäftigung nicht, schreiben die Experten in dem am Dienstag vorgestellten Bericht.

Viele Flüchtlinge sind zwischen 18 und 24 Jahren

Dabei sind viele der Neuankömmlinge jung - ein großer Teil ist zwischen 18 und 24 Jahre alt - und könnten noch eine Ausbildung machen. Dazu wäre allerdings Geduld nötig: Viele brauchten zwei Jahre oder mehr, um ausreichend Deutsch zu lernen und die nötige schulische Qualifikation zu erwerben, schreiben die Autoren. Inklusive Ausbildung kämen damit fünf oder mehr Jahre mit geringen Einkünften zustande. Die Anerkennung bestehender beruflicher Qualifikationen sei ebenfalls aufwendig. Da etliche Flüchtlinge Angehörige zu Hause unterstützen wollen oder Schleppern Geld schulden, suchten sie lieber schnell einen Job.

(an/dpa)

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