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Imamoglu: "Wir sind jetzt vereint"

21.4.2019 19:37 Uhr

Am Sonntagmittag kamen Hunderttausende im Istanbuler Stadtteil Maltepe zu einem Treffen des neuen Bürgermeisters Ekrem Imamoglu zusammen. Der neue Bürgermeister von Istanbul hat am 21. April versprochen, die Bevölkerung der Stadt in die Leitung der größten Stadt des Landes einzubeziehen.

Man wolle einen "Neuanfang" feiern, mit einer "neuen Generation von Bürgern", sagte Ekrem Imamoglu von der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) auf einer Kundgebung. Er forderte die Menschen zur Einheit auf, nachdem er das hart umkämpfte Rennen gegen den Kandidaten der Regierungspartei, Ex-Premierminister Binali Yildirim, gewonnen hatte.

Die regierende Partei AKP strebt immer noch eine Wiederholung der Wahl an, die am 31. März in Istanbul stattfand. Am 16. April übergaben die Wahlbehörden jedoch İmamoglu sein Mandat, nachdem er einen knappen Vorsprung von 13.000 Stimmen gegenüber Binali Yildirim der AKP gewonnen hatte.

Ein "neuer Anfang"

Imamoglu, ein sanfter, ehemaliger Bezirksbürgermeister, der während des hitzigen Wettlaufs versöhnlich war, hat versprochen, allen Bürgern der 16 Millionen Einwohner starken Stadt zu dienen, ungeachtet ihrer politischen Neigungen, ihrer Religion oder ihrer ethnischen Hintergründe.

"Wir sind jetzt vereint. Ganz Istanbul trifft sich in Maltepe für einen neuen Anfang", sagte der neue Bürgermeister.

Imamoglu, der die Stadt für die nächsten fünf Jahre regieren wird, sagte, die Maltepe-Kundgebung sei keine politische Versammlung, sondern ein Weg, um die neue Stadtverwaltung den Bürgern von Istanbul vorzustellen.

"Ich möchte, dass Sie wissen, dass ein Neuanfang sehr wertvoll ist", sagte er. "Die nächsten fünf Jahre sind nicht nur fünf Jahre für den Bürgermeister, sondern auch für 16 Millionen Menschen."

(Hürriyet Daily News)