Symbolbild: epa/Khaled ElFiqi

Im Sudan starben 14 Menschen bei Zusammenstößen in Flüchtlingsunterkunft

16.4.2019 15:19 Uhr

In einem Lager für Binnenflüchtlinge in der sudanesischen Darfur-Region sind bei Zusammenstößen mindestens 14 Menschen getötet worden. Zu der Gewalt sei es in dem Lager Kalma in der Provinz Süd-Drafur gekommen, sagte der amtierende Gouverneur der Provinz, Haschim Chalid, der staatlichen Nachrichtenagentur Suna.

Details zum Hintergrund oder den Beteiligten nannte er nicht. Es war unklar, ob die Gewalt mit den Massenprotesten im Land und dem Militärputsch in Verbindung stand, durch den Langzeitpräsident Omar al-Baschir vergangene Woche gestürzt wurde.

Darfur-Konflikt treibt Menschen in die Flucht

In dem Lager für Binnenflüchtlinge leben viele Menschen, die durch den Darfur-Konflikt vertrieben wurden. Dabei gingen Regierungstruppen und Milizen von 2003 an brutal gegen Volksgruppen in der westlichen Provinz vor. Nach Schätzungen sollen rund 300 000 Menschen ums Leben gekommen sein. Al-Baschir wird in Verbindung mit der Gewalt international wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Haftbefehl gesucht.

(an/dpa)

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