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Im Iran werden Städte evakuiert

6.4.2019 17:22 Uhr

"Land unter" droht einmal mehr im Iran. Im Südwesten müssen sechs Städte zeitnah evakuiert werden, weil akute Hochwassergefahr droht. Bereits im März hatten 70 Menschen bei Überschwemmungen ihr Leben verloren.

Wegen Hochwassergefahr haben die iranischen Behörden die Evakuierung von sechs Städten im Südwesten des Landes angeordnet. Die Städte am Ufer des Flusses sollten "so schnell wie möglich geräumt" werden, sagte der Gouverneur der Provinz Chusistan, Gholamresa Schariati, am Samstag laut der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Der Fluss Karkeh wird an mehreren Stellen gestaut. Die Staudämme könnten unter dem Druck der Wassermassen nachgeben und die Flussanwohner in Gefahr bringen. Die Ventile des großen Karkeh-Staudamms, eines der wichtigsten in der Region, mussten bereits geöffnet werden.

"Wir raten Frauen und Kindern, sich in Sicherheit bringen zu lassen, und Jugendlichen, zu bleiben um zu helfen", fügte der Gouverneur hinzu. Die Lage sei "kritisch", weil neue starke Regenfälle vorhergesagt seien. Nach Angaben von Innenminister Abdolresa Rahmani Fasli könnten bis zu 400.000 Menschen in der Provinz Chusistan von einem Hochwasser betroffen sein. In dem sonst unter Trockenheit leidenden Land regnet es seit Wochen. Im März waren bei schweren Überschwemmungen nach Angaben der Rettungsdienste 70 Menschen ums Leben gekommen.

(ce/afp)