epa/SASCHA STEINBACH

Ikea erwägt Verkauf über andere Onlinehändler

13.2.2019 13:03 Uhr

Der schwedische Möbelhändler, der derzeit in einem umfassenden Konzernumbau steckt, prüft den Verkauf ihrer Produkte bei anderen Onlinehändlern. Bald könnte somit der Kauf von Billy-Regalen und Malm-Kommoden von Ikea auch über Amazon oder Alibaba möglich sein.

Das sagte der Chef der niederländischen Holdinggesellschaft Inter Ikea, Torbjörn Lööf, der Zeitung "Financial Times" (Mittwoch). Nachdem die Planungen länger als erwartet gedauert hätten, stehe der erste Testverkauf nun bevor.

Zalando als positives Beispiel

Zudem könne man sich den Aufbau einer branchenweiten Online-Plattform gut vorstellen. Ikea befinde sich aber noch nicht in Gesprächen mit Rivalen, betonte Lööf. "Man bestimmt gerne sein eigenes Schicksal, wenn man also die Größe und die Möglichkeit hast, dann passt das", sagte Lööf. Dabei hob er den Online-Modehändler Zalando als positives Beispiel für eine solche Plattform hervor.

Während ihres Konzernumbaus testet Ikea Leasing-Konzepte für Möbel, außerdem sind kleinere Filialen in Innenstädten geplant. Zudem arbeitet das Unternehmen an seiner Online-Strategie. Neben anderen Absatzmöglichkeiten will der Möbelhändler auch die eigene Webseite verbessern.

(sis/afp)