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IG-Metall bringt Vier-Tage-Woche ins Spiel

16.8.2020 8:42 Uhr, von Andreas Neubrand

Jörg Hofmann, Chef der IG-Metall, bringt für die nächsten Tarifgespräche eine Vier-Tage-Woche ins Gespräch. Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" sagte er: "Die Vier-Tage-Woche wäre die Antwort auf den Strukturwandel in Branchen wie der Autoindustrie. Damit lassen sich Industriejobs halten, statt sie abzuschreiben."

Unternehmen wie Daimler und Bosch haben bereits Kurzarbeit mit ihren Mitarbeitern vereinbart, erklärte er. Nun könne dieser Weg flächendeckend auch für andere Unternehmen interessant werden. "Mit einem gewissen Lohnausgleich für die Beschäftigten, damit es sich die Mitarbeiter leisten können“, sagte er.

Sicherung von Fachkräften

Anders, als bei früheren Verhandlungen, geht Hofman davon aus, dass die Betriebe heutzutage zu einem Lohnausgleich bereit sind, schließlich hätten die Betriebe ein Interesse daran, Fachkräfte im Unternehmen zu lassen. "Das sichert Fachkräfte und spart zum Beispiel Kosten für einen Sozialplan.“

Grund für Hofmans Überlegungen: Der Autozulieferer ZF hat in seinem neuen Tarifvertrag die Wochenarbeitszeit um 20 Prozent reduziert. Dafür soll es bis 2022 weder betriebsbedingte Kündigungen geben, noch Standorte geschlossen werden.

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