Symbolbild aus Idlib: dha

Idlib: 22 türkische Soldaten bei syrischem Luftangriff getötet

27.2.2020 22:34 Uhr

Am Donnerstag wurden laut des Gouverneurs von Hatay bei einem syrischen Luftangriff mindestens 22 türkische Soldaten getötet. Viele weitere Soldaten sollen zum Teil schwer verletzt worden sein.

Wie Gouverneur Rahmi Dogan in der Donnerstagnacht verkündete, wurden türkische Truppen in der Deeskalationszone von Idlib bei syrischen Luftangriffen getroffen. Nachdem der Gouverneur in einer ersten Erklärung von neun Toten sprach, musste er sich im weiteren Verlauf des Abends korrigieren und die Zahl auf 22 getötete Soldaten berichtigen.

Die Verletzten seien über den Grenzübergang Cilvegözu in Krankenhäuser in Hatay gebracht worden, wo medizinisches Personal bereits warte.

Ringen um eine Lösung in Idlib

Währenddessen endete am Donnerstagabend die nächste Runde in den Gesprächen zwischen Ankara und Moskau. Die russische Delegation, die sich derzeit in der türkischen Hauptstadt befindet, inkludiert unter anderem den russischen Botschafter Sergev Verishin und den Syrien-Beauftragten Russlands Alexander Lavrentiev. Dabei habe die Türkei erneut auf eine schnellstmögliche Waffenruhe und die Einhaltung des Abkommens von Sotchi gedrängt.

Ebenfalls am Donnerstag telefonierte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar mit seinem US-Counterpart Mark Esper. Das Gespräch soll sich hauptsächlich um die eskalierende Situation in Idlib gedreht haben, aber auch andere Sicherheits- und Verteidigungsthemen wurden besprochen.

Erdogan beruft Sondersitzung ein

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Donnerstagabend eine Krisensitzung mit seinem Generalstab einberufen. Das Treffen begann gegen 21:00 Uhr Ortszeit (19:00 Uhr MEZ), ein Ende war noch nicht abzusehen.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu habe in der Donnerstagnacht mit dem NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg gesprochen. Auch hier ist noch nicht bekannt, um was genau es in dem Gespräch ging.

(Hürriyet.de)

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