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Idlib: Fünf türkische Soldaten bei Regimeangriffen getötet

10.2.2020 15:05 Uhr

Bei Angriffen von syrischen Regierungstruppen am Montag wurden in der Rebellenhochburg Idlib fünf türkische Soldaten getötet und fünf weitere verletzt.

Wie das türkische Verteidigungsministerium am Montagmittag schriftlich mitteilte, seien die Soldaten durch heftigen Artilleriebeschuss getötet worden. Das türkische Militär habe nach den Angriffen sofort zu Vergeltungsschlägen ausgeholt und verschiedene Ziele der syrischen Armee ins Visier genommen. Der Angriff kommt inmitten eines Treffens türkischer und russischer Delegationen in Ankara, um eine Deeskalation in der umkämpften Rebellenhochburg Idlib zu erarbeiten.

Cavusoglu: "Dem Waffenstillstand muss Folge geleistet werden"

Noch vor dem Treffen der Delegationen hat der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Morgen eine Einhaltung des Waffenstillstands gefordert. "Es muss in Idlib so schnell wie möglich der Waffenstillstandsvereinbarung gefolgt werden. Damit der Waffenstillstand von Dauer sein kann, muss das syrische Regime seine Angriffe beenden, ansonsten wird die Türkei nötige Gegenmaßnahmen ergreifen."

Cavusoglu fügte hinzu, dass, falls die Gespräche der Delegationen zu keinen Ergebnissen kommen würden, auch Gespräche zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin selbst möglich seien, um eine Lösung für die eskalierende Situation in Idlib zu finden.

(Berna Ehrhardt)

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