DHA

Ibrahim Kalin: Vollständige Ausgangssperre in der Türkei wäre sehr kostspielig

17.4.2020 19:48 Uhr

Eine vollständige Ausgangssperre in der Türkei, um damit die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, wäre für das Land sehr kostspielig und das hinsichtlich der wirtschaftlichen Konsequenzen, wie auch in Bezug auf die psychische Gesundheit der türkischen Bürger, sagte der Sprecher des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, am 16. April gegenüber dem Nachrichtensender NTV.

"Die Kosten für die Wirtschaft wären viel höher. Die Kosten für das soziale Leben und die menschliche Psychologie wären sehr, sehr unterschiedlich", sagte Kalin, als er danach befragt wurde, welche Auswirkungen eine langfristige Quarantäneentscheidung auf die Türkei haben würde. "Manchmal sind Absichten der Leute gut gemeint, aber leider können sie solche Empfehlungen ohne wissenschaftliche Daten abgeben. Dies sind keine Entscheidungen, die willkürlich getroffen werden. Dies sind Themen, die wirklich zusammen mit den staatlichen Behörden angegangen werden müssen. Deshalb gibt es einen Wissenschaftsrat. Daher sind dies die Entscheidungen, die aufgrund der Vorschläge der gemeinsamen Studien aller unserer Abteilungen getroffen wurden", stellte der Sprecher des Präsidenten heraus.

Er betonte, dass es nicht einfach sei, das gesamte System harmonisch zu betreiben. "Bei der Lösung eines Problems besteht auch das Risiko, dass ein anderes Problem erst geschaffen wird oder zunimmt. Dieser Prozess wird also gesteuert, indem eine optimale Methode gefunden wird, bei der niemand der Lösung zum Opfer fällt", merkte Kalin an. Die türkischen Staatsbeamten ergreifen die strengsten Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus. In den Außenministerien haben sie ständig Ärzte und achten besonders auf soziale Distanzierung. Kalin fügte hinzu, dass sie die meisten Treffen über Videoanrufe durchführen.

(ce)

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