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Ibrahim Kalin: "Beamte halten sich an Distanzierungsregeln"

17.4.2020 16:14 Uhr

Laut Ibrahim Kalin, Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, werden in den Ministerien der Türkei die strengsten Regeln zum Umgang mit Covis-19 eingehalten. Die Bekämpfung des Coronavirus sei vorrangige Aufgabe und die Staatsbediensteten halten sich an alle Vorgaben, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, teilte Kalin am 16. April mit.

"In unseren Ministerien haben wir ständig Ärzte und achten besonders auf soziale Distanzierung. Wir führen die meisten unserer Treffen über Videoanrufe durch", sagte Kalin gegenüber dem türkischen Nachrichtensender NTV. Investitionen, die von der Regierung angestoßen wurden, insbesondere in das Gesundheitswesen, in städtische Krankenhäuser, medizinisches Gerät, medizinisches Fachpersonal und alle anderen medizinischen und gesundheitlichen Bereiche, hätten die Türkei seit Jahren bestens darauf vorbereitet, mit Epidemien umzugehen. Darunter würden auch die Investitionen in die Gesundheitsinfrastruktur der letzten 15 oder 16 Jahre fallen.

Kalin sagte, die Türkei sei in einer vorteilhaften Position, da sie zu den Ländern gehöre, die Maßnahmen ergriffen und frühzeitig auf die Krise reagiert hätten. "Wenn Sie sich den gesamten Prozess ansehen, können wir sagen, dass wir den Prozess bisher gut gemanagt haben, weil unsere Bürger ebenfalls alle möglichen Maßnahmen ergriffen haben. Dieser Erfolg ist der Erfolg von uns allen, nicht nur von einer Person oder Institutionen", sagte er. "Durch den Ausbruch von Covid-19 sind die Fragilitäten des gegenwärtigen globalen Systems jetzt viel sichtbarer geworden." Angesichts der erwarteten Schrumpfung der Weltwirtschaft um sechs bis sieben Prozent stellte er fest, dass das SARS-Virus die Welt 40 Milliarden US-Dollar gekostet hat und die Auswirkungen von Covid-19 voraussichtlich viel höher sein werden.

Probleme der Globalisierung werden deutlich

"Viele Ökonomen schätzen, dass das Coronavirus die Welt drei bis vier Billionen US-Dollar kosten wird. 2020 wird also ein Jahr der völligen Kontraktion sein. Wir müssen dies berücksichtigen, aber es kommt nicht in Frage, Menschenleben dadurch zu riskieren. Es gibt Lektionen zu lernen. Probleme des Kapitalismus und gewinn- und konsumorientierter Systeme haben sich in dieser Krise gezeigt. Chaos und Unsicherheit drohen und dies sollte uns die Möglichkeit geben, darüber nachzudenken, was in unserem Leben wirklich wichtig ist und was unsere Grundbedürfnisse sind." Kalin fügte hinzu, dass die Legitimität internationaler Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation, der Vereinten Nationen, der G20, der Organisation für Islamische Zusammenarbeit und der Europäischen Union in Frage gestellt wird.

"Wenn diese Organisationen keine Lösungen für eine solche Krise schaffen, wird es natürlich eine Frage der politischen Legitimität geben." Die Türkei sieht den Schutz ihrer Bürger als äußerst wichtig an und deshalb habe Präsident Erdogan beschlossen, alle kostenlos mit Masken zu versorgen. Das Land habe genügend Vorräte und Infrastruktur, um dies weiterhin zu tun. Kalin sagte weiter, Präsident Erdogan berücksichtige alle Entscheidungen des türkischen Wissenschaftsrates und alle Schritte seien im Land entsprechend unternommen worden.

(ce)

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