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IATA: Europäische Airlines fahren 2020 Verluste von 26,9 Milliarden Dollar ein

5.1.2021 10:37 Uhr

Für das vergangene Jahr 2020 sagt der Weltluftfahrtverband IATA allein den europäischen Airlines einen Nettoverlust von 26,9 Milliarden Dollar voraus, 2021 dürfte es noch einmal fast halb so viel werden. Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) erwartet in diesem Jahr für die zivile Luftfahrtindustrie sogar einen Umsatzeinbruch von rund 40 Prozent.

Doch in dieser schwierigen Ausgangslage muss fürs Wiederanfahren des Geschäfts zunächst einmal kräftig Geld investiert werden - etwa, um eingemottete Flugzeuge wieder in die Luft zu bekommen. "Meine große Sorge dabei ist es, dass kleinere Airlines versucht sein könnten, sie ohne größere, aufwendige Checks wieder in den Dienst zu stellen", sagt der Flugexperte Flippie Vermeulen. Für die Flugsicherheit könnte das fatale Folgen haben - davor warnt auch bereits eindringlich der Branchenverband IATA.

Einem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge seien im letzten Jahr nur 1,8 Milliarden Menschen mit dem Flugzeug unterwegs. In 2019 waren es noch 4,5 Millionen Menschen, die per Flugzeug reisten. Damit sei laut IATA der Umsatz von rund 830 Milliarden Dollar auf 328 Milliarden Dollar zurückgegangen. Global summieren sich die Verluste der Airlines auf rund 118,5 Milliarden Dollar – und darin ist die Flugzeugindustrie, die Flughäfen und andere Dienstleister nicht miteingerechnet.

Laut Daten des Verbands der deutschen Flughäfen ADV werden diese 2020 und 2021 Verluste in Höhe von rund drei Milliarden Euro einfahren – damit wären laut Wirtschaftswoche rund 45.000 direkte Arbeitsplätze in Gefahr.

(be/dpa)

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