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IAEA: Weiterhin Urananreicherung in Nordkorea

4.3.2019 14:59 Uhr

Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA nutzt Nordkorea seine Anreicherungsanlage für Uran im Atomreaktor Yongbyon weiterhin. Außerdem hätten Experten Hinweise auf Bauarbeiten an einem Leichtwasserreaktor gesammelt, sagte IAEA-Generaldirektor Yukiya Amano am Montag in Wien.

Die Anreicherung von Uran wird beobachtet, da höher angereichertes Uran für Atomwaffen genutzt werden kann. Die IAEA bezieht ihre Informationen über den Atomkomplex Yongbyon aus Satellitenbildern und öffentlich zugänglichen Informationen, da Nordkorea die Experten der Behörde nicht ins Land lässt. Amano rief Nordkoreas Führung daher erneut dazu auf, enger mit der internationalen Gemeinschaft zu kooperieren. "Die IAEA ist bereit, Verifikations- und Beobachtungsaufgaben in Nordkorea zu übernehmen, wenn dazu unter den betroffenen Ländern eine Vereinbarung getroffen werden sollte."

Bild: epa/STR

Erst vor wenigen Tagen hatte das zweite Gipfeltreffen des US-Präsidenten Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un aber gezeigt, dass sich Nordkorea und die USA in der zentralen Frage des Abbaus des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals und bei den Gegenleistungen der USA noch nicht nähergekommen sind. Das Treffen in Vietnam endete überraschend ohne Abschlusserklärung.

(an/dpa)