Symbolbild: imago images/Xinhua

Huthi Rebellen verhaften Hunderte saudische Soldaten

28.9.2019 19:41 Uhr

Im Jemen haben die Huthi-Rebellen eigenen Angaben zufolge Hunderte saudische Soldaten bei einer großangelegten Offensive gefangen genommen. Bei dem Einsatz in der Provinz Nadschran im Südwesten des Bürgerkriegslandes hätten sie auch viele Waffen in ihren Besitz gebracht, erklärte der Huthi-Militärsprecher Jahia Sari laut einem Bericht des Rebellen-nahen Fernsehsenders Al-Masirah.

"Dies ist der größte Einsatz seit Beginn der Gewalt gegen unser Land", sagte Sari, ohne Details zu nennen.

Unabhängig bestätigen ließen sich die Angaben der Rebellen nicht. Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis, das im Jemen gegen die Huthis kämpft, äußerte sich zunächst nicht.

Bürgerkrieg seit Ende 2014

Im Jemen tobt seit Ende 2014 ein Konflikt, der das bitterarme Land nach UN-Angaben in die aktuell schwerste humanitäre Krise weltweit gestürzt hat. Saudi-Arabien war im Frühjahr 2015 mit anderen arabischen Staaten in den Krieg im südlichen Nachbarland eingetreten. Das sunnitische Königreich will den Einfluss seines schiitischen Erzrivalen Iran, der die Huthis unterstützt, zurückdrängen.

Die Huthis beschießen regelmäßig Saudi-Arabien und hatten sich auch zu den Angriffen auf saudische Ölanlagen bekannt. Sie sehen darin eine Vergeltung für die saudischen Bombardierungen im Jemen.

(an/dpa)

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