DHA

Hunde-Mörder aus Kütahya: „Ich war betrunken“

28.5.2020 18:46 Uhr

In Kütahya wurde der 23-jährige Mehmet Ali Y. festgenommen, nachdem er einen Straßenhund mit einer Pistole getötet haben soll. Der Verdächtige sei an dem Abend alkoholisiert gewesen und erinnere sich nicht an die grausame Tat.

„Es tut mir sehr leid für das, was ich getan habe", so Mehmet Ali Y., bevor ihm die Handschellen angelegt wurden. Er wurde ins Gefängnis gebracht, da er offenbar einen Hund mit Schüssen aus dem Auto tödlich verletzt haben soll. Weitere Verdächtige, die sich ebenfalls in dem Auto befanden, wurden hingegen bereits freigelassen.

Täter ist vorbestraft

Der Mehmet Ali Y. plädiert auf eine geringe Strafe, da er sich aufgrund seines hohen Alkoholkonsums am Tatabend nicht an den Vorfall erinnere. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,0 Promille - was ihm aber eher wenig helfen wird, denn laut klinischen Studien fangen Gedächtnisstörungen bei Alkoholkonsum oberhalb von 2,5 Promille an. In Deutschland galt man bis zu 0,8 Promille noch als fahrtüchtig - bis zur Gesetzesänderung 2001. Da klingen Gedächtnislücken bei 1,0 Promille eher wie eine reine Schutzbehauptung des polizeibekannten und gewaltaffinen Schützen.

Während der Verdächtige noch auf eine mildere Strafe ohne Haft hofft, empfindet die Präsidentin des Tierverbandes in Küthaya, Fatma Birsen Sunay, den Haftbefehl als „erfreulich“ und schätzt die Arbeit der Polizei bei dem Fall. Der 23-jährige Mehmet Ali Y. wurde bereits im Jahr 2017 festgenommen und musste in Haft. Gemeinsam mit seinem Vater war er in ein Tötungsdelikt verwickelt und saß einige Zeit im Gefängnis, bevor er entlassen wurde.

(gi)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.