AFP

HSV und Gladbach ziehen Konsequenzen

27.2.2020 15:58 Uhr

In der aktuellen Rassismus-Debatte im Profifußball hat Trainer Dieter Hecking vom Zweitligisten Hamburger SV deutlich Stellung bezogen. "Bisher sind wir mit einer solchen Situation noch nicht direkt konfrontiert worden. Aber es kann durchaus sein, dass ich die Mannschaft dann vom Platz holen würde", sagte der Coach der Hanseaten am Donnerstag.

Er wisse nicht genau, so der 55-Jährige weiter, welche Konsequenzen das für den Verein haben könne, aber seine Meinung sei ganz klar: "Ich lehne Rassismus in jeglicher Form ab."

Auch Gladback zeigt sich sehr konsequent

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach wird bei einer erneuten Entgleisung seiner Fans mit drastischen Maßnahmen reagieren. "Nach den Vorfällen haben wir mit den Verantwortlichen des Vereins und der sportlichen Abteilung entschieden, dass wir den Platz verlassen würden, wenn so etwas noch einmal passieren würde", sagte Sportdirektor Max Eberl am Donnerstag.

Im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim hatten einige wenige Gladbacher Anhänger ein Fadenkreuz-Transparent gegen Dietmar Hopp gezeigt. Zudem wurde ein beleidigendes Spruchband ("Hurensöhne beleidigen einen Hurensohn und werden von Hurensöhnen bestraft") hochgehalten. "Das, was wir am Samstag beim Heimspiel gegen Hoffenheim im Stadion gesehen haben, spiegelt nicht die Werte von Borussia wider. Wir stehen für Vielfalt, Toleranz und Offenheit. Wir werden alles daran setzen, die Täter zu ermitteln", sagte Eberl. Dafür arbeite man eng mit der Polizei zusammen: "Wir wollen den Tätern die Stirn bieten und nicht klein beigeben." Ein Großteil der Anhänger quittierte die Plakate mit einem gellenden Pfeifkonzert, die erhitzte Stimmung auf den Rängen richtete sich gegen die eigenen Ultras. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Ermittlungen aufgenommen.

(ce/afp)

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