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HSV-Trainer Wolf will keine Pfiffe nach Arps Bayern-Wechsel hören

10.2.2019 15:48 Uhr

Spieler, die den Verein verlassen, werden regelmäßig ausgepfiffen und das unabhängig der Leistung, die sie für den Verein gebracht haben. Das will Hannes Wolf, Trainer des Hamburger SV, im Fall von Jann-Fiete Arp nicht erleben. Das Stürmertalent wird den HSV zum Ende der Saison verlassen und zum deutschen Rekordmeister FC Bayern München wechseln.

Trainer Hannes Wolf (37) vom Zweitliga-Spitzenreiter Hamburger SV erwartet nach der Bekanntgabe des Wechsels des Sturmjuwels Jann-Fiete Arp (19) zu Bayern München keine negativen Reaktionen der Fans. Er könne sich "nicht vorstellen, dass es Pfiffe gegen ihn gibt. Der HSV liegt ihm am Herzen, das weiß ich und daran wird sich nichts ändern", sagte Wolf vor der Partie gegen Dynamo Dresden am Montag (20.30 Uhr/Sky): "Pfiffe hätte er sicher nicht verdient."

Arp ein Top-Profi und der Wechsel eine Normalität

Der HSV und die Münchner hatten am Donnerstag bekannt gegeben, dass sich beide Klubs bereits im vergangenen Sommer über den Transfer geeinigt hatten. Demnach trifft Arp selbst die Entscheidung, ob er schon im Sommer 2019 oder erst zur Saison 2020/21 zum Rekordmeister wechselt. Arp habe "nichts falsch gemacht, verhält sich in der Gruppe einwandfrei und hat unsere volle Unterstützung", sagte Wolf, der gegen Dynamo auf die zuletzt angeschlagenen Pierre-Michel Lasogga (Wade) und Douglas Santos (Infekt) zurückgreifen kann: "So ein Wechsel ist doch ganz normal, das kann man schon nachvollziehen." Außerdem sei Arp "charakterlich top, top, top – und er wird weiter Vollgas geben".

Jugend-Nationalspieler Arp hatte mit 17 Jahren einen Traumeinstand ins Profigeschäft beim HSV gefeiert und war unter anderem zum jüngsten Bundesliga-Torschützen der Klubgeschichte aufgestiegen. Zuletzt geriet die Entwicklung des Angreifers allerdings ins Stocken, in seinen elf Liga-Einsätzen in der laufenden Saison in der 2. Bundesliga blieb Arp ohne Tor. "Der Schlüssel ist, dass er so weiterarbeitet wie bisher", sagte Wolf: "Dazu bräuchte er ein Quäntchen mehr Glück, dass er vielleicht mal zu einem leichten Tor kommt."

(ce/afp)