dpa

HSV mit Duselsieg gegen Dresden

11.2.2019 22:43 Uhr

Da musste der Hamburger SV am Ende des Spiel tief durchatmen - und sich bei Keeper Markus Schubert von Dynamo Dresden bedanken. Die Gäste aus dem Osten hielten lange das torlose Remis, bis U21-Torhüter Schubert einen völligen Blackout hatte, Lewis Holtby kurz vor Spielende anschoss und der dann eiskalt die Kugel versenkte. Damit hält der HSV den 1. FC Köln auf Distanz und führt wieder mit vier Punkten die 2. Bundesliga an.

Mit dem nach Verletzungspause zurückgekehrten Torjäger Pierre-Michel Lasogga hatten die Hamburger wieder mehr gefährliche Szenen. Aber ihr Aufbauspiel war nicht spritzig und präzise genug gegen die aufmerksame Fünfer-Abwehrkette der Dresdner. Bakery Jatta und Khaled Narey mühten sich auf den Flügeln, tauschten sogar ihre Positionen, kamen aber gegen die massive Dynamo-Abwehr nicht entscheidend zum Zug und liefen mehrmals ins Abseits.

Holtby nutzt Missverständnis zwischen Wahlqvist und Schubert eiskalt

Die Sachsen mussten ohne ihren Cheftrainer auskommen. Maik Walpurgis war wegen einer akuten Bronchitis zu Hause geblieben. Für ihn übernahm Co-Trainer Ovid Hajou das Kommando, war aber stets über Funk mit seinem Chef in Kontakt. Bejubelt von 8000 Dresdner Fans, die in der Anfangsphase ein Lichtermeer an bengalischen Feuern abbrannten, kamen die flinken Dresdner in wenigen Zügen immer wieder gefährlich vor das HSV-Tor. Die größte Möglichkeit vergab Moussa Koné, der mit einem unwiderstehlichen Sprint HSV-Verteidiger David Bates davonlief, aber an Torhüter Julian Pollersbeck scheiterte (52.).

Mehr Torchancen hatten jedoch die Gastgeber. In der zweiten Halbzeit erhöhten die dominanten Platzherren den Druck, konnten sich zunächst aber nicht durchsetzen. Holtby nutzte jedoch einen Patzer von Torhüter Markus Schubert nach unmotiviertem Zuspiel des eigenen Verteidigers Linus Wahlqvist und schoss aus Nahdistanz zum Sieg ein.

(ce/dpa)

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