epa/Henning Schacht

Hotels sollen bei überfüllten Frauenhäusern helfen

26.3.2020 21:09 Uhr

In der Coronakrise können überfüllte Frauenhäuser kurzfristig Hotels und Ferienwohnungen nutzen. Sollten Frauenhauskapazitäten erschöpft sein, könne die Unterbringung unbürokratisch durch Länder und Kommunen ausgeweitet werden, teilte Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) am Donnerstag mit.

Zuvor hatte Giffey bereits über Facebook eine Einigung mit den zuständigen Ministerinnen und Ministern der Länder verkündet. Demnach sollen entsprechende Räumlichkeiten durch Länder und Kommunen kurzfristig angemietet werden können. Expertinnen und Experten erwarten eine Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt in der Corona-Krise.

Auch in der Corona-Krise müssen Frauen Hilfe bekommen

"Auch in Zeiten von Corona müssen Frauen, die von Gewalt betroffen sind, die Hilfe bekommen, die sie benötigen", teilte Giffey mit. Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" sei gerade auch in der aktuellen Corona-Krise unverzichtbar. Neben dem bundesweiten Hilfetelefon würden auch vorhandene telefonische Beratungsangebote wie die "Nummer gegen Kummer" für Kinder und Jugendliche oder das Elterntelefon gestärkt. Zudem würden im Netz niedrigschwellige Hilfsangebote ausgebaut. Angesichts der Corona-Krise könnte Druck und Konflikte in Familien auch in Gewalt gegen Kinder und Jugendliche münden, hieß es.

Unter der kostenfreien Nummer 08000 116 016 erhalten Frauen Erst- und Krisenunterstützung. Anruferinnen können anonym bleiben und Beratung in insgesamt 18 Sprachen erhalten.

(an/dpa)

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