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Hongkongs Regierungschefin Lam entschuldigt sich

21.10.2019 10:17 Uhr

Im Rahmen der Proteste in Hongkong hat die Polizei mit einem Wafferwerfer eine Moschee mit blauer Farbe beschädigt. Regierungschefin Lam besuchte die Mosche und entschuldigte sich.

Lam stattete der Kowloon-Moschee am Montag gemeinsam mit Polizeichef Stephen Lo einen 20 Minuten langen Besuch ab. Die größte Moschee in der chinesischen Sonderverwaltungszone war am Rande von regierungskritischen Demonstrationen am Sonntag von einem Wasserwerfer der Sicherheitskräfte mit blauer Farbe besprüht worden. Vertreter der Moschee sagten zu Journalisten, Lam und Lo hätten sich für den Vorfall entschuldigt. Sie hätten die Entschuldigung angenommen. Die Moschee-Vertreter dankten zudem Freiwilligen, die kurz nach dem Zwischenfall den Eingangsbereich des Gotteshauses gereinigt hatten.

Polizei markiert Demonstranten

Am Sonntag war erneut eine regierungskritische Demonstration mit zehntausenden Teilnehmern eskaliert. Videoaufnahmen zeigen, wie dabei ein Wasserwerfer der Polizei vor der Moschee vorfährt und dann auf eine Gruppe offenbar unbeteiligter Journalisten und Umstehender auf der Straße zielt. Die blaue Farbe, die dabei zum Einsatz kam, dient der Polizei im Rahmen der derzeitigen Proteste zur Markierung von Demonstranten. Die Flüssigkeit enthält zudem Reizstoffe. Die Polizei erklärte später, es habe sich bei dem Moschee-Vorfall um ein Versehen gehandelt.

(be/afp)

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