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Hongkonger Regierungschefin entschuldigt sich bei den Bürgern der Stadt

16.6.2019 17:05 Uhr

Nach den tagelangen Massenprotesten gegen das geplante Abschiebungsgesetz auf das chinesische Festland hat sich die in Bedrängnis geratene Regierungschefin Carrie Lam bei den Hongkonger Bürgern entschuldigt.

Die 62-Jährige hatte am Samstag nach Massenprotesten ein umstrittenes Gesetz zur Auslieferung mutmaßlicher Straftäter an China zwar auf Eis gelegt, aber das beruhigte die Lage nicht. Am Sonntag folgte der nächste Massenprotest. Demonstranten verlangten unter anderem, dass Lam das Gesetzesvorhaben ganz aufgibt und zurücktritt.

Von "Aufruhr" zu "Sorge und Liebe"

Sie wolle "aufrichtig und demütig" Kritik annehmen und Verbesserungen im Dienste der Öffentlichkeit erzielen, hieß es in einer Mitteilung von Lam am Sonntag. Die Regierung habe verstanden, dass viele Menschen aus "Sorge und Liebe" zu Hongkong gegen das Gesetz auf die Straße gegangen seien. Am Donnerstag hatte Lam die Proteste noch als "Aufruhr" und "eindeutig organisiert" bezeichnet.

Nach Massenprotesten in den vergangenen Tagen hatte Lam am Samstag angekündigt, Beratungen über das Gesetz vorerst zu stoppen, aber nicht ganz aufzugeben.

(be/dpa)

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