epa/Jerome Favre

Hongkong schließt fast alle Grenzen zu China

3.2.2020 15:47 Uhr

Hongkong hat wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit weitere Grenzübergänge nach China geschlossen. Wie Regierungschefin Carrie Lam am Montag mitteilte, bleiben nur noch der Shenzhen Bay-Übergang, die Brücke nach Zhuhai und Macao und eine begrenzte Zahl von Flugverbindungen in die Volksrepublik offen. Dort könnten eingehende Gesundheitskontrollen gemacht werden. Zuvor waren bereits alle Fähr- und Zugverbindungen ausgesetzt worden.

Die weitere Schließung folgte auf wachsenden Druck unter den sieben Millionen Hongkongern, die Grenze ganz zu schließen, um ein Einschleppen des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Mehr als Tausend Mitarbeiter des Gesundheitswesens hatten am Montag gestreikt, um eine weitere Begrenzung der Besucher aus der Volksrepublik durchzusetzen.

"Extreme Maßnahmen"

Regierungschefin Lam kritisierte den Streik als "extreme Maßnahme" und beteuerte, dass die weitere Schließung der Grenze nichts damit zu tun habe, sondern vielmehr der bestehenden Strategie der Regierung im Umgang mit der Lungenkrankheit folge.

Seit der Rückgabe der früheren britischen Kronkolonie 1997 an China wird Hongkong als eigenes Territorium innerhalb seiner Grenzen als chinesische Sonderverwaltungsregion autonom regiert.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.