dpa

Holt sich das DFB-Team wieder den Titel?

16.6.2019 14:27 Uhr

Bei der EM 2017 sicherten sich die deutschen Jungs unter Trainer Stefan Kuntz den Titel - und gelten damit wieder als Mitfavoriten. Doch auch die anderen Teams wie Italien haben einiges vorzuweisen.

Dazu müsste die DFB-Auswahl zunächst die Vorrunde mit den drei Gegnern Dänemark, Serbien und Österreich als Gruppensieger oder bester von drei Gruppenzweiten überstehen und sich anschließend im Halbfinale und im Finale durchsetzen. Deutschland geht nicht als Topfavorit in das Turnier, hat aber durchaus Chancen auf den erneuten Triumph.

Das spricht für eine deutsche Titelverteidigung:

Der TEAMGEIST: Beim Gewinn des EM-Titels 2017 war der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft eine große Stärke der DFB-Auswahl. Seine aktuelle Mannschaft sieht Trainer Stefan Kuntz in Bezug auf den Teamgeist sogar als "noch stärker" an. "Da ist über die zwei Jahre im Teamgeist und im Zusammenhalt schon einiges gewachsen", sagte er.

Der TRAINER: Zu Beginn seiner Zeit als U21-Coach begegneten Kuntz viele Beobachter und Experten mit Skepsis, inzwischen ist die Wertschätzung für den 56-Jährigen deutlich gewachsen. Sein Stellenwert bei den jungen Spielern ist hoch, als Motivator und Mentor könnte der Europameister mit seiner großen Turniererfahrung ein ganz wichtiger Faktor im Verlauf des Turniers werden.

Die AUSLOSUNG: Dänemark, Serbien und Österreich sind die deutschen Vorrundengegner. Die deutsche Gruppe ist knifflig, jedoch bei weitem nicht die schwerste im Turnier. So duellieren sich in der Gruppe A bereits Gastgeber Italien und Mitfavorit Spanien, während in der Gruppe C die stark eingeschätzten Franzosen und Engländer aufeinandertreffen. Deutschland hat damit von den großen Titelfavoriten den nominell leichtesten Weg in die K.o.-Runde vor sich.

Das spricht gegen eine deutsche Titelverteidigung:

Die fehlenden STARS: Leroy Sané, Timo Werner, Julian Brandt, Kai Havertz, Thilo Kehrer - so lautet die Liste der prominenten Spieler, auf die Kuntz bei der EM verzichten muss. Zwar reisten andere Nationen wie England und Frankreich auch ohne Topstars wie Dele Alli und Jadon Sancho oder Kylian Mbappé und Kingsley Coman an. In anderen Ländern ist die Einstellung zur U21 jedoch eine andere - so spielt für Serbien etwa Luka Jovic, der bereits eine feste Größe im A-Team ist. Auch Gastgeber Italien hat zahlreiche A-Nationalspieler dabei.

Die individuelle KLASSE: Selbst Trainer Kuntz gibt zu, dass seine Spieler "vielleicht in der individuellen Qualität nicht ganz auf dem Niveau" anderer Top-Nationen sind. Einen Offensivstar wie Englands Phil Foden, Italiens Moise Kean oder Jovic hat die deutsche Auswahl dieses Mal jedenfalls nicht in ihren Reihen.

Die HISTORIE: Noch nie gelang einer deutschen U21 die erfolgreiche Titelverteidigung. Nach dem Triumph 2009 scheiterte die Mannschaft anschließend krachend in der Qualifikation für das Turnier 2011. Der aktuelle Jahrgang strebt damit eine Titelverteidigungs-Premiere an.

(be/dpa)

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