dpa

Hollywood-Star Jesse Eisenberg beim Filmfest

28.6.2019 11:35 Uhr

Es war eine Komödie mit ziemlich schwarzem Humor, mit der am Donnerstagabend das Filmfest München eröffnet worden ist. In "The Art of Self-Defense" spielt Jesse Eisenberg einen jungen Mann, der seine Ängstlichkeit überwinden möchte und deshalb mit Hilfe eines Karatekurses danach strebt, so männlich wie möglich zu werden. Das Festival zeigte sich zu Beginn ebenfalls kämpferisch. "Wir sind immer noch stark", sagte Festivalleiterin Diana Iljine.

Vor Beginn des Filmfestes hatte es einigen Wirbel gegeben. Die "Bild"-Zeitung hatte ein Interview mit der bayerischen Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) veröffentlicht mit der Überschrift "Filmfest droht das Aus!". Davon könne aber keine Rede sein. "Das Filmfest 2019 findet natürlich wie geplant statt und auch für 2020 stehen die Gelder bereit", sagte eine Ministeriumssprecherin. Und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter erklärte, "die Angst, dass das Münchner Filmfest verschwindet, das können sie komplett ausblenden. Das wird nicht passieren, das garantiere ich."

Veränderungen beim Filmfest

Veränderungen soll es trotzdem geben. Das Festival müsse digitaler und glamouröser werden, forderte Gerlach. "Wir arbeiten alle daran, dass auch zukünftig das heißeste Filmfest des Jahres und Deutschlands in München stattfindet." Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) träumte in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" davon, das Festival könnte mit viel Geld irgendwann mit den deutlich größeren Filmfestspielen in Berlin oder Cannes mithalten. Ein erster Anstoß sollen die drei Millionen Euro sein, um die der Freistaat seinen Anteil am Budget des Festivals erhöht hat, das er gemeinsam mit der Stadt München finanziert.

Bis zum 6. Juli zeigt das Filmfest rund 180 Filme aus aller Welt. Viele prominente Gäste werden erwartet, darunter der spanische Schauspieler Antonio Banderas und der britische Regisseur und Darsteller Ralph Fiennes.

Auch neue Techniken gibt es zu erleben: Ab Dienstag können Besucher mit Spezialbrillen in die Virtual Reality abtauchen, in virtuelle Welten.

(gi/dpa)

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