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Hoeneß unversöhnlich: "Ich habe mit Breitner gebrochen"

1.12.2018 8:55 Uhr

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß gibt sich im Streit mit seinem langjährigen Freund und früheren Teamkollegen Paul Breitner unversöhnlich. "Ich werde zu dem Thema nichts mehr sagen. Ich habe mit Paul Breitner gebrochen, als ich aus dem Gefängnis kam - und das war's für mich", sagte der 66 Jahre alte Hoeneß nach der Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters.

Das Verhältnis der früheren Fußballfreunde, die zusammen 1974 mit der deutschen Nationalmannschaft den WM-Titel gewonnen und auch mit dem FC Bayern gemeinsam große Erfolge gefeiert hatten, kühlte sich zuletzt noch weiter ab.

Am Dienstag verkündete Breitner (67), dass ihn der FC Bayern wegen jüngster kritischer Äußerungen gegen die Führung um Hoeneß künftig bei Heimspielen von der Ehrentribüne der Allianz Arena verbanne. Breitner kündigte an, seine zwei Ehrenkarten auf Lebenszeit für Spiele des FC Bayern zurückzugeben.

"Das ist nicht ihr Stadion"

Bayerns Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen hatte Breitner die Nachricht überbracht, dass er auf der VIP-Tribüne nicht mehr erwünscht sei. "Ich möchte dazu nichts sagen", erklärte Hoeneß zum Ablauf. Er habe aber nicht Dreesen vorgeschickt, um Breitner die Nachricht zu überbringen. Auf der Champions-League-Reise nach Athen im vergangenen Monat habe er bei einer Autofahrt mit dem Vorstand "angeboten, den Paul anzurufen. Dann hat Dreesen gesagt, "nein, das mache ich"."

Hoeneß erntete für den Umgang mit Breitner Kritik während der Jahreshauptversammlung. Ein Ehrenspielführer sei nicht von der Tribüne zu verbannen, rügte ein Mitglied in einem Wortbeitrag. "Es ist nicht Ihr Stadion", sagte er an die Adresse von Hoeneß. Viele Mitglieder applaudierten.

Kahn spielt eine Rolle

Natürlich ging es bei der Jahreshauptversammlung auch um Personalien. Hoeneß hat bis Weihnachten eine Entscheidung über die Zukunft von Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge angekündigt, dessen Vertrag Ende 2019 ausläuft. "Ich gehe davon aus, dass er nochmal für zwei Jahre verlängert und darüber würde ich mich sehr freuen", sagte Hoeneß in seinem Bericht bei der Jahreshauptversammlung des Fußball-Rekordmeisters im Audi Dome in München.

Überdies verdeutlichte Hoeneß, dass "alle im Verein" jetzt die Weichen stellen müssten für die nächsten Jahre. Eine Nachfolgeregelung für Rummenigge würde nach seiner Einschätzung "erst in drei Jahren zum Tragen kommen", betonte der 66-Jährige und fügte an: "Der Name Oliver Kahn spielt eine Rolle, das ist aber kein Thema für heute und für morgen, sondern für die nächsten sechs bis zwölf Monate. Wir werden uns an den Spekulationen die nächste Zeit nicht beteiligen."

(bl/afp/dpa)