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Hoeneß rät Boateng, FC Bayern zu verlassen

26.5.2019 20:22 Uhr

Jerome Boateng machte beim Pokalfinale keinen glücklichen Eindruck. Auch nicht bei den Feierlichkeiten zum Double. Im Gegenteil, er konnte seine schlechte Stimmung nur schlecht verbergen. Das ist auch Präsident Hoeneß aufgefallen und er riet dem Innenverteidiger zu einem vorzeitigen Wechsel.

"Im Moment wirkt er wie ein Fremdkörper. Ich würde ihm als Freund empfehlen, sich einen neuen Verein zu suchen", sagte Hoeneß.

Boateng, der im vergangenen Jahr fast bei Paris Saint-Germain gelandet wäre, spielt seit 2011 für den FC Bayern. Mit seiner Rolle als Ergänzungsspieler unter Trainer Niko Kovac ist der 30-Jährige äußerst unzufrieden. "Ich glaube, für ihn wäre es vielleicht besser, wenn er mal eine andere Luft genießen würde. Ich würde ihm raten, den FC Bayern zu verlassen", sagte Hoeneß in München deutlich.

Kein Jubel von Boateng

Die euphorischen Jubelszenen der Bayern-Profis mit dem DFB-Pokal in der Fankurve des Berliner Olympiastadions hatte Boateng ausgelassen. Der Verteidiger verdrückte sich nach dem 3:0 im Endspiel gegen RB Leipzig rasch in die Katakomben. Damit gab er ein weiteres Signal, dass seine Zeit beim FC Bayern zu Ende geht.

Ob Boateng den Verein verlasse, könne er nicht seriös voraussagen, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag. "Wenn er sich für eine Luftveränderung entscheiden sollte, findet man eine seriöse und faire Lösung."

Schon mit Bayern abgeschlossen

Innerlich hat Boateng wohl mit dem FC Bayern abgeschlossen. Schon die Meisterfeier der Kollegen vor einer Woche hatte er im Stadion kickenderweise mit seinen Töchtern am Rande miterlebt. Bei der internen Party fehlte er anschließend entschuldigt. Viel deutlicher, als es der Innenverteidiger in Berlin tat, kann man dem Arbeitgeber nicht mitteilen, dass man keine Lust mehr auf ihn hat. Den Eindruck vermittelten auch die TV-Bilder, die den 30-Jährigen mit verschränkten Armen und teilnahmsloser Miene auf der Bank zeigten.

(be/dpa)

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