dpa

Hitzewelle rollte auf Deutschland zu

22.6.2019 15:46 Uhr

Die kommende Woche soll es in Deutschland wettertechnisch krachen. Gesicherte Werte von über 30 Grad und das gleich in Serie. Auch nachts soll es sich nicht auf erträgliche Temperaturen abkühlen. Und der Juni-Temperaturrekord, der im Juni 1947 mit 38,2 in Frankfurt aufgestellt wurde, wackelt laut Aussagen der Wetterfrösche bedenklich. Doch solche Werte sind auch mit Risiken behaftet.

Die Deutschen sollten sich in den kommenden Tagen auf rekordverdächtig hohe Temperaturen einstellen. In "Wärmehochburgen" und entlang des Rheins seien Werte von bis zu 39 Grad wahrscheinlich, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Mit Werten von über 30 Grad bleiben aber auch andere Landesteile von der Hitze nicht verschont. "Bis einschließlich Mittwoch wird es jeden Tag heißer", sagte DWD-Meteorologe Adrian Leyser am Samstag.

72 Jahre alter Rekord sollte geknackt werden

Er sei sich relativ sicher, dass der Junirekord von 38,2 Grad geknackt werde. Der Wert war laut DWD 1947 in Frankfurt-Westend gemessen worden. "Wie es dann nach der Wochenmitte weitergeht, ist völlig offen", sagte Leyser. Die Hitze könne bis zum Wochenende andauern. Möglich sei aber auch, dass es sich langsam abkühle.

Am Sonntag scheint im ganzen Land die Sonne, und es bleibt trocken. Nur im Süden und Südwesten zeigen sich teils stärkere Quellwolken am Himmel. Über dem Bergland und südlich der Donau sind einzelne Schauer und Gewitter möglich. Die Temperaturen steigen auf maximal 31 Grad. Die Nacht zu Montag bringt zumindest in den Ballungszentren im Westen wenig Abkühlung: Dort sinken die Temperaturen auf Werte zwischen 19 und 16 Grad. In anderen Landesteilen wird es mit bis zu 9 Grad etwas kühler.

Zum Start in die neue Woche nimmt die Hitzewelle weiter Fahrt auf: Am Montag sind maximal 34 Grad möglich, am Dienstag steigen die Temperaturen auf bis zu 36 Grad - entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse sind lokal bis zu 39 Grad möglich. Es bleibt trocken und sonnig mit nur wenigen Wolken.

Europa ächzt unter der Hitze und die Brandgefahr wächst

Unterdessen ist auf der griechischen Halbinsel Lagonisi bei Athen in sengender Hitze ein großer Brand ausgebrochen. Der Brandherd liegt in der Nähe einer Wohngegend, etliche Häuser wurden evakuiert, berichtete der griechische Nachrichtensender Skai. Löschfahrzeuge, Löschflugzeuge und Hubschrauber seien im Einsatz. Menschen kamen demnach nicht zu Schaden. Ein Mann soll das Feuer versehentlich verursacht haben, er wurde vorläufig festgenommen.

In Griechenland erreichten die Temperaturen am Wochenende örtlich bei bis zu 40 Grad. Schuld daran ist eine erste «Mini-Hitzewelle». Erst ab Dienstag sollten die Temperaturen wieder sinken, sagen Meteorologen. Insgesamt zählte die griechische Feuerwehr von Freitag auf Samstag mehr als 100 Löscheinsätze im von sommerlichen Waldbränden geplagten Land. Im Juli 2018 waren bei einer Brandkatastrophe nahe Athen mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen.

(ce/dpa)

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