epa/M.A. Pumpha Kushmara

Hinweise auf weitere Anschläge auf Kirchen

2.5.2019 21:06 Uhr

In der Hauptstadt Sri Lankas bleiben die katholischen Kirchen vorerst geschlossen. Grund sind konkrete Hinweise auf Anschlagspläne in der Stadt. Zunächst sollten am kommenden Sonntag im ganzen Land erstmals seit den verheerenden Anschlägen vom Ostersonntag wieder Messen stattfinden.

Kardinal Malcolm Ranjith sagte diese Pläne für die Kirchen in Colombo am Donnerstag ab. Es gebe Hinweise aus dem Ausland, dass Anschläge auf eine Kirche und eine katholische Institution am Wochenende geplant seien, hieß es in einem Schreiben Ranjiths.

Über 250 Tote

Am Ostersonntag hatten neun Selbstmordattentäter Anschläge unter anderem auf drei Kirchen und drei Luxushotels in Sri Lanka verübt. Dabei kamen mehr als 250 Menschen ums Leben, darunter mindestens 40 Ausländer. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Anschläge für sich. Die Attentäter gehörten nach Angaben von Sri Lankas Regierung einer einheimischen Islamistengruppe an. Es hatte zuvor Hinweise ausländischer Geheimdienste auf deren Anschlagspläne gegeben.

Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach Sri Lanka ab. Der deutsche Botschafter in dem Inselstaat, Jörn Rohde, teilte am Dienstag mit, er könne trotz zahlreicher Festnahmen der örtlichen Sicherheitskräfte keine Entwarnung geben - "insbesondere für die nächsten Tage". Es bestehe grundsätzlich die Gefahr weiterer Anschläge.

(an/dpa)