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Hillary Clinton: Assange muss sich verantworten

12.4.2019 17:23 Uhr

US-Geheimdienste gehen davon aus, dass die Veröffentlichung von gestohlenen e-Mails durch Wikileaks der damaligen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton geschadet haben könnten. Clinton selbst sagte nun bei einer Veranstaltung am Freitag, Assange müsse sich vor einem Gericht für das, was er getan hat, verantworten müsse.

Die Enthüllungsplattform hatte im Präsidentschaftswahlkampf 2016 E-Mails der Demokratischen Partei veröffentlicht und damit der damaligen Kandidatin Clinton geschadet.

"Aus der Anklage, die öffentlich geworden ist, geht hervor..., dass es um die Unterstützung beim Hacken eines Militärcomputers geht, mit dem Ziel, Informationen der US-Regierung zu stehlen", sagte Clinton bei einer Veranstaltung in New York am Donnerstag (Ortszeit).

"Ich werde abwarten, was mit den Anklagepunkten passiert und wie das Ganze weitergeht", fügte sie hinzu. "Das Entscheidende ist, dass er sich für das, was er getan hat, verantworten muss, zumindest so, wie es die Anklage vorsieht."

US-Geheimdienste gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass die im Präsidentschaftswahlkampf gestohlenen E-Mails von russischen Hackern heruntergeladen und Wikileaks zugespielt wurden, um Clinton zu schaden und Donald Trump zu helfen.

Assange war am Donnerstag in der Botschaft Ecuadors in London festgenommen worden. Der 47-Jährige hatte dort seit Juni 2012 im selbstgewählten Exil gelebt. Die USA fordern seine Auslieferung.

(be/dpa)