epa/Omer Messinger

Hessischer Verfassungsschutz will Akte von Stephan E. rausgeben

22.6.2019 8:09 Uhr

Im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) hat der hessische Verfassungsschutz seine Informationen zum Tatverdächtigen dem Generalbundesanwalt angeboten. Das sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in Wiesbaden.

Falls Bedarf bestehe, könne die Akte zu Stephan E. angefordert werden. Der 45-Jährige steht unter Verdacht, Lübcke in der Nacht zum 2. Juni mit einem Kopfschuss getötet zu haben. Der Generalbundesanwalt, der mittlerweile die Ermittlungen übernommen hat, geht von einem rechtsextremistischen Hintergrund aus.

Akte von Stephan E. noch vorhanden

Stephan E. soll aber in den vergangenen Jahren nicht mehr als Extremist aufgefallen sein und stand deshalb nicht mehr unter besonderer Beobachtung der Behörden. Die Akte über Stephan E. beim hessischen Landesamt für Verfassungsschutz ist nach Angaben der Behörde noch vorhanden, aber aus Datenschutzgründen dem allgemeinen Zugriff entzogen. Für die nachrichtendienstliche Arbeit seien solche Dokumente faktisch nicht existent.

(an/dpa)

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