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Heiko Maas setzt sich für Entspannung im Konflikt zwischen Pakistan und Indien ein

12.3.2019 11:21 Uhr

Bei einem Treffen mit seinem Kollegen Shah Mehmood Qureshi in Islamabad betonte Heiko Maas, wie wichtig es ist, dass der Konflikt zwischen Pakistan und Indien nicht weiter eskaliert - und dass beide Länder die Verantwortung dafür tragen. Der Bundesaußenminister hat sich für eine Entspannung des Konflikts zwischen den Länder eingesetzt. Ebenso ist ein Treffen mit dem pakistanischen Regierungschef Imran Khan geplant.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes betonte Maas: "Pakistan und Indien tragen beide große Verantwortung dafür, eine Eskalation zu verhindern." Maas will bei seinem Besuch die Regierung in Islamabad generell zu einem Kurs der Entspannung für die gesamte Region drängen, auch für Afghanistan.

Eskalation in Kaschmir-Region

Der Konflikt zwischen den atomar bewaffneten Erzrivalen Indien und Pakistan war zuletzt gefährlich eskaliert. Im Februar waren bei einem Anschlag im indischen Teil der umstrittenen Kaschmir-Region 40 indische Sicherheitskräfte getötet worden. Zu dem Anschlag bekannte sich die pakistanische Islamistengruppe Jaish-e-Mohammed (JeM). Die indische Armee flog daraufhin Luftangriffe auf ein JeM-Lager in Pakistan. Auch Pakistan setzte in der vergangenen Woche seine Luftwaffe ein.

"Ein wichtiger Schlüssel für ein stabiles Afghanistan liegt in Pakistan."

Maas war aus Afghanistan kommend am Dienstag in Pakistan eingetroffen. Dort wollte er auch mit Regierungschef Imran Khan zusammenkommen. Das Auswärtige Amt betonte mit Blick auf Pakistan: "Dem Land kommt eine entscheidende Rolle zu, um Spannungen in Afghanistan und der gesamten Region abzubauen." Pakistan wird immer wieder vorgeworfen, "Terrorcamps" von Islamisten in seinem Land zu dulden.

Maas hatte bereits am Montag erklärt: "Ein wichtiger Schlüssel für ein stabiles Afghanistan liegt in Pakistan." Er wolle in Islamabad für eine enge Kooperation der Nachbarstaaten werben. Mit Blick auf Indien betonte er, beide Länder müssten "ihre Gesprächskanäle offen halten und zur Deeskalation beitragen". Von einer größeren Stabilität in der Region könnten auch die deutschen Wirtschaftsbeziehungen profitieren. "Hierfür ist Pakistan als das Land mit der sechstgrößten Bevölkerung der Erde ein Partner mit wichtigem Potential."

(sis/afp)